Sandmagerrasen

Sandmagerrasen sind seltene Lebensräume
Sandmagerrasen sind heute seltene Lebensräume mit einer speziell angepassten Tier- und Pflanzenwelt

Vor ihrer Vertiefung und Begradigung floss die Weser breit, flach, träge und mäandrierend dem Meer entgegen. Langgezogene, von Wasser und Wind modellierte und ständig veränderte Sanddünen prägten die Flussufer. Diese hohen und zugleich auch relativ hochwassersicheren Dünenzüge sind nahezu vollkommen durch Überbauung oder Abgrabung verschwunden und damit auch ein einstmals prägendes Landschaftselement. Nur noch in kleinflächigen Resten sind ursprüngliche Sandlebensräume erhalten. Allerdings – als Nebenprodukt der Stadtentwicklung entstanden neue, zum Teil weiträumige und manchmal auch dauerhafte Sandlandschaften. Durch Hafen- und Flussausbaggerung oder auch als Vorbereitung für die Entwicklung von Gewerbeflächen entstanden Sandspülfelder, die zumindest zeitweilig eine Art Ersatzlebensraum für solche Pflanzen und Tiere darstellen, die auf Sand spezialisiert sind und von alters her im Unterweserraum ihren Platz in der natürlichen Dünenlandschaft hatten.

Auf Sand spezialisiert bedeutet: angepasst an große Hitze, Kälte, Trockenheit und Nährstoffarmut. Auch wenn man es im doch eher feuchtkalten Norddeutschland nicht vermutet: es herrschen kleinräumig Bedingungen, die an ein Wüstenklima erinnern.



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