Wiesenvogelschutz

Die erfolgreiche Arbeit kann weitergehen

Im Jahr 2016 wurden die Weichen neu gestellt. Für die Gebietsbetreuung, ein Kernprojekt der Naturschutzarbeit des BUND Bremen, haben wir uns 2016 bei einer europaweiten Ausschreibung auf die weitere Zusammenarbeit mit der Hanseatischen Naturentwicklung GmbH und dem Senator für Umwelt, Bau und Verkehr beworben. Mit Erfolg, nun kann unsere Arbeit in den bremischen Schutzgebieten bis zum Jahr 2021 fortgeführt werden. Das Vorhaben wurde noch stärker als in der Vergangenheit auf die Kooperation mit Landwirten ausgerichtet. Eine Entwicklung, die der BUND schon lange und sehr gezielt verfolgt. Das seit 2009 eingesetzte Team aus Arno Schoppenhorst, Karin Menke und Birgit Olbrich bleibt somit Ansprechpartner vor Ort in allen Belangen des Naturschutzes und wird sich nun weiterhin um den Schutz und die Entwicklung der Feuchtwiesen und Gewässer sowie der seltenen Pflanzen- und Tierarten kümmern.

Im Projekt Wiesenvogelschutz hat sich der BUND Bremen als Antragsteller für öffentliche Fördermittel selbst beworben. Über das Förderprogramm „Spezieller Arten- und Biotopschutz“ konnten wir auch hier unsere Arbeit für die nächsten Jahre absichern, so dass sich die BUND-Gruppe erneut mit vollem Einsatz auf die inhaltliche Arbeit stürzen kann. Alle Mitarbeiter*innen sind über unsere Webseite ansprechbar.

Allein in den letzten sechs Jahren konnten die Bestände unserer Wiesenvogelarten im 3.000 ha großen Bremer Blockland fast verdoppelt werden.

Der Schlüssel zu diesem Erfolg liegt in einer Kombination aus gezieltem Gelegeschutz, ausgeklügeltem Kükenschutz und weitreichenden Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung. Denn nur wenn wir es hinbekommen, dass die Vögel auf den Wiesen ihre Eier auch erfolgreich ausbrüten und Nachwuchs großziehen, wird es in den Brutgebieten auch weiterhin nachwachsende Generationen der Wiesenbrüter geben. Zusammen mit den Bäuerinnen und Bauern haben Arno Schoppenhorst und sein Einsatzteam seit 2005 immer wieder neue Methoden und Ansätze entwickelt, wie die Nahrungs- und Lebensgrundlagen gemeinsam mit ökonomisch erfolgreicher Landwirtschaft verbessert werden können. Auch 2016 waren allein im Blockland wieder 19 Landwirtschaftsbetriebe aktiv am Wiesenvogelschutz beteiligt und bezüglich der vielfältigen, manchmal auch zeitraubenden Kükenschutzmaßnahmen äußerst kompromissbereit.

In Kooperation mit der Hochschule Bremen wurde 2016 die sogenannte „GelegeApp“ programmiert. Sie ist ein äußerst hilfreiches Werkzeug bei der Lokalisierung und Einmessung der gefährdeten Brutplätze, sorgt für einen schnellen Datenaustausch und ermöglicht dadurch schnelle Schutzeinsätze des BUND-Teams mit den Landwirten.

Für 2017 planen wir, ein besonders wichtiges Brutgebiet von Uferschnepfe, Rotschenkel und Kiebitz mit einem Zaun vor nachtaktiven Gelegeräubern, wie Füchsen, zu schützen. Diese Methode wurde bereits vom BUND Niedersachsen in der Diepholzer Moorniederung getestet und soll im Blockland zu einer weiteren Erhöhung des Bruterfolges beitragen. Bremen hat hier eine überregional hohe Verantwortung für das Überleben dieser Vogelarten, die leider europaweit stark rückläufig sind.

Veröffentlichung zur Vergabebekanntmachung Wiesenvogelschutz

Maßnahmendokumentation des Wiesenvogelschutzes 2015

  • Gelege- und Kükenschutzprogramm Bremen - Bericht der Brutperiode 2014/2015 (PDF 9,6MB)

Maßnahmendokumentation des Wiesenvogelschutzes 2016

  • Kooperativer Wiesenvogelschutz in Bremen, Bericht der Brutperiode 2016 (PDF 4MB)

Ansprechpartner:

Birgit Olbrich, Tel. 0177-8520976

 

Dieses Projekt wird gefördert durch:         



  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com
Uferschnepfe (c) F. Brüning

Uferschnepfe im Blockland

Landwirt umfährt markierten Brutplatz

Landwirt umfährt markierten Brutplatz

Uferschnepfenküken

Uferschnepfenküken

Walzen der Wiesen im Frühjahr

Walzen der Wiesen im Frühjahr

Kiebitznest

Kiebitznest

Suche