Amphibien

Erhalt und Erweiterung der Lebensräume von Amphibien sind seit vielen Jahren ein besonderes Anliegen des BUND. Viele BUND-Gruppen setzten sich für ihren Schutz ein indem sie Amphibienwanderwege an Straßen betreuen und für die Renaturierung oder Neuanlage von Gewässern sorgen. Vor allem sind der Erhalt und die Neuschaffung von Überschwemmungsflächen wichtig. In Bremen hat sich die Mühe gelohnt, denn in manchen Gebieten nehmen Frösche und Kröten wieder zu.

Teichfrosch
Teichfrosch

Der Arbeitskreis BUND-Landschaftspflegegruppe Arsten / Habenhausen betreut einige Amphibiengewässer im Bereich der Arstener und Habenhausener Weseraue. Dort werden Teiche und Tümpel gepflegt, um Laichplätze für Gras- und Grünfrösche, Molche und Erdkröten zu sichern und die Bestände zu verbessern. Wer sich aktiv am Amphibienschutz beteiligen möchte kann sich gerne an diesen Arbeitskreis wenden.

Auch mit kleinen Dingen kann man großes für den Schutz von Amphibien tun.

  • Bio kaufen: Biobetriebe erhalten die Vielfalt in unserer Kulturlandschaft (z.B. Kleingewässer) und verzichten auf Herbizide, Pestizide und künstliche Dünger.
  • Holzprodukte mit dem FSC-Siegel kaufen. Dies trägt zur verträglicheren Bewirtschaftung unserer Wälder bei - wichtiger Lebensraum für viele Amphibienarten.
  • Achten Sie als Autofahrer auf Straßenabschnitte mit Amphibienwechsel. Wenn möglich: Meiden Sie im ausgehenden Winter und Frühling Straßenabschnitte mit Amphibienwanderung.
  • Melden Sie Straßenabschnitte mit vielen überfahrenen Amphibien der zuständigen Naturschutzbehörde und der örtlichen BUND-Gruppe oder einer anderen Naturschutzgruppe.
  • Retten Sie Amphibien, die in Löcher, Roste und Schächte gefallen sind und verschließen Sie derartige Zugänge (Geht auch ohne Sondergenehmigung!).

Eigner Garten – Lurchen eine Zufluchtsstätte schaffen

Jeder naturnahe, spritzmittelfreie Garten mit heimischen Sträuchern und Stauden hilft, den Lebensraum von Grasfrosch und Erdkröte zu erhalten. Kompost- und Totholzhaufen werden zum Überwintern und als Versteck genutzt. Eine Wildblumenwiese lockt Insekten an, die Frosch, Kröte und Co. als Nahrung dienen. Besonders eignen sich einzeln stehende Häuser und Gehöfte oder Gärten in Bauernschaften als Amphibienlebensräume. Idealerweise grenzen Grünzonen und Wälder an. Liegen viel befahrende Straßen in unmittelbarer Umgebung, ist die Gefahr groß, dass die Tiere bei ihren Wanderungen zu Tode kommen.

Um Amphibien einen Lebensraum und ein Laichgewässer zur Verfügung zu stellen können sie in ihrem Garten einen Teich anlegen. Hier finden sie Tipps wie man einen Amphibienteich anlegt.

Kinder – Schulen – Frosch und Co.

Gerade Amphibien eignen sich gut als Unterrichtsthema, denn sie sind relativ leicht anzutreffen, gut zu beobachten und bringen somit den Schülern Erfolgserlebnisse bei der Suche. Verschiedene Spiele für Kindergarten- und Grundschulkinder bieten sich an, um sich mit dem Leben von Frosch und Co. vertraut zu machen.



  • Direkt zur Online-Spende, Foto: eyewire / fotolia.com
  • Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Mehr Informationen

Die Broschüre „Wie hilft man einem Lurch?“ informiert über die wichtigsten Dinge die man über Frösche, Molche & Co. wissen sollte und wie sie geschützt werden können.

Unter „Aktion Lurch“ erfährt man Näheres über die unterschiedlichen Lurch-Arten, deren Biologie, Gefährdung und Schutzmaßnahmen.

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